Schade, Jens Spahn!

Ich bin ja nun im Allgemeinen kein CDU-Anhänger. Aber ich mag Politiker, die „heiße Eisen“ anpacken. So wie es Jens Spahn mit seinen Vorschlägen zum Organ-Spenden getan hat.
Dafür habe ich ihm schon Respekt gezollt.

Auch die Finanzierung der Homöopathie hat der Minister öffentlich in Frage gestellt, ob wohl das alles andere als populär ist.
Jetzt ist er eingeknickt. Es lohne sich – wegen der vergleichsweise „geringen“ Millionensumme – nicht, einen Grundsatzstreit vom Zaum zu brechen.

Schade. In einer Zeit des Durchlavierens hätte man gerne mal jemanden erlebt, dem die Sache um des Prinzips willen so wichtig wäre, dass er Konflikte mit Lobby-Gruppen eingeht und einen Teil der Wählerschaft verärgert.
So gewönne man Glaubwürdigkeit!

Also dürfen die Kasse weiter Mittelchen finanzieren, für die es – trotz aller Bemühungen – keinen Wirksamkeitsnachweis gibt (über den Placebo-Effekt hinaus).
Die einschlägigen Firmen dürfen ihren unwissenschaftlichen Humbug weiter ganz offiziell im Rahmen des Gesundheitssystems vertreiben – schließlich zahlen es ja auch die Krankenkassen (zumindest viele).

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