„Downsizing“ von Alexander Payne, mit Matt Damon

Ich ging völlig unvorbereitet in diesen Film, hatte nur die Vorinformation, dass es um die Idee gehen sollte, durch extreme Verkleinerung der Menschen u.a. die Ressourcen-Probleme unseres Planeten lösen zu wollen.
Mein Interesse galt somit sowohl dem Konzept, der darauf basierenden Handlung, als auch dessen filmtechnischer Umsetzung.

Leider wurde ich auf allen Ebenen enttäuscht.

Ich bin ja bereit, mich auf futuristisch-abgedrehte Fantasien einzulassen – auch dafür gibt es ja schließlich Kino. Wenn einem dann aber eine Geschichte vorgesetzt wird, die so zufällig, belanglos und willkürlich erscheint, wird es für mich schwierig. Ich fühlte mich nicht eingewoben in einen Handlungsablauf oder in eine Identifikation mit den Figuren, sondern stellte mir immer wieder die Frage: „Wie ist das jetzt gemeint?“
Soll das jetzt eine tiefgründige Geschichte mit einer echten Botschaft sein? Soll es eine bitterböse Satire werden? Oder tatsächlich ein ernstgemeinter Liebesfilm? Oder – was das Schlimmste wäre – wusste der Regisseur selbst nicht, was er da gerade anstellt?

Natürlich gab es einige Szenen, die von der aktuelle cineastischen Tricktechnik lebten. Gut gemacht – aber auch erwartungsgemäß und nicht gerade sensationell. Dafür gab es bei der Umsetzung der Miniaturisierung an anderen Stellen so eklatante Schwächen, dass man nur mit dem Kopf schütteln konnte.
Die mögliche ökologische Weltrettungsperspektive wurde so verkitscht, dass sie nur noch als Persiflage dienen konnte; ähnliches gilt für die Love-Story.

Für mich ein wirklich unausgegorener Film. Muss  man nicht gesehen haben; selbst wenn man ihn irgendwann im Fernseher geboten kriegen sollte.

War trotzdem ein schöner Abend…

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