„Das Kind, das nicht fragte“ von Hanns-Josef ORTHEIL

Ein tolles Buch über
– Kindheitsverletzungen, ihre Auswirkungen und ihre Heilung
– Sizilien (Landschaft, Menschen, Küche)
– Ethnologie (als Wissenschaft und als Berufung)
– die Kunst, andere zum Reden zu bringen
– die große Liebe
Meiner bescheidenen Meinung nach ist dieses Buch ein Meisterwerk – zumindest für alle, die sich durch die obige Aufzählung angesprochen fühlen.
Man verschmilzt ganz rasch mit dem Ich-Erzähler und will ihn kaum wieder loslassen.
Es ist ein durch und durch positives Buch – obwohl von einer schwierigen Kindheit erzählt wird. Aber man ist so fasziniert davon, wie der Erzähler diese Kindheit auf eine unnachahmliche Weise verarbeitet hat, dass das erfahrene Leid in den Hintergrund rückt.
Das Buch strotzt vor Interesse und Liebe für die Menschen – im Allgemeinen und in einer sizilianischen Kleinstadt im Besonderen. Und wer eine wirklich große Liebe mal in einer ganz besonderen Form beschrieben haben möchte, der wird hier auf seine Kosten kommen.
Doch das größte Kompliment am Schluss: Ich habe wohl nie zuvor ein so schönes Happy-End gelesen, ohne es auch nur einen Moment lang kitschig zu finden.
Ein absolutes Lesevergnügen, das mich sofort eine zweites Buch dieses Autors ausprobieren lassen wird.
(Dieses zweite Buch ist inzwischen gelesen und hier besprochen)

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